Artikel im Elbe - Wochenblatt vom 10.1.2018

Pressemitteilung von Prellbock - Altona

 www.prellbock-altona.de
 Hamburg, den 05.01.2018
 
 
 
Presse-Erklärung und Stellungnahme zum Planfeststellungs-Beschluss des EisenbahnBundesamts Hamburg  und  zu den aktuellen Presseberichten des Hamburger Abendblatts und der Mopo vom 29.12.2017
 
 
 Erst heute am 05.01.2018 wird das Eisenbahn-Bundesamt Hamburg den PlanfeststellungsBeschluss zum Bau des Fernbahnhofs Diebsteich veröffentlichen. Erst ab heute sind Details und Auflagen und der gesamte Umfang des Bescheids erkennbar.
 
 Schon vor dem 29.12.2017 jedoch musste die Deutsche Bahn den Beschluss gekannt haben und hat wohl auch einfach das Hamburger Abendblatt informiert. Das Abendblatt schreibt am 29.12.2017: “ Der neue Fernbahnhof Altona darf gebaut werden“ Andere Medien schließen sich dieser Meldung an.
 
  Prellbock ist über die Art und Weise, wie mit diesem wichtigen Thema umgegangen wird, sehr erstaunt und verwundert. Transparenz, Bürgernähe, Offenheit wird anders buchstabiert.
 
 Wir setzen weiterhin auf  „Transparenz und Offenheit und Dialog“
 
 Wir werden den Beschluss umfassend inhaltlich und rechtlich prüfen und werden alles unternehmen, um die Umsetzung des Beschluss zu verhindern. Zusammen mit Hamburger BürgerInnen und mit weiteren Bürgerinitiativen und mit Umweltverbänden und Initiativen.
 
 Auf alle Fälle werden wir  die Beschreitung des Rechtsweges nach ausführlicher Prüfung der Unterlagen einbeziehen.
 
 Im Oktober 2016 gab es das Planfeststellungsverfahren und damals wurden fast 60 Einwände und Anträge zum Verfahren und zu vielen  inhaltlichen Themen gemacht: u.a. * Barrierefreiheit des jetzigen Altonaer Bahnhofs ist einmalig in Hamburg * Überlastung der S3 von Altona nach Diebsteich-das absolute Nadelöhr * NutzerInnen des jetzigen Bahnhofs Altona werden zum Dammtor oder zum Hauptbahnhof     fahren und gerade weitere Überlastungen des Hauptbahnhofs bewirken *Nacht-und Autoreisezüge wohin?
 
 Wir wollen wissen, wie das  Eisenbahnbundesamt diese Themen bearbeitet hat.
 
 Uns ärgert sehr, dass alle Presseberichte so tun, als ob jetzt ein neuer Bahnhof gebaut wird, der mit einer großen Empfangshalle und  2 Hochhaustürmen repräsentativ das neue Altona darstellen soll. Den LeserInnen und vielen Bürgern unserer Stadt wird da Sand in die Augen gestreut. Der jetzige Planfeststellungsbeschluss  ist nur der Abschluss eines Verfahrens für einen Bahnhof, den der ehemalige Oberbaudirektor Walter als Hundehütte bezeichnete.
 
 Uns ärgert sehr, dass die DB und der Hamburger Senat hartnäckig alle interessanten Alternativen zu einem Fernbahnhof Diebsteich aus dem Weg gehen oder ignorieren. SPD und Grüne hartnäckig zu unseren Vorschlägen schweigen. 
 
 Uns ärgert sehr, dass StadtplanerInnen und Architekten in Hamburg zum Thema „Der Senat und die Deutsche Bahn zerreißen den Großbahnhof Altona“ schweigen. Wir wollen uns gerade dazu jetzt äußern und planen eine öffentliche Veranstaltung am 30.01.2018 zum Thema Stadtplanung und Stadtentwicklung mit dem jetzigen Altonaer Bahnhof.
 
Unsere Vorschläge sehen u.a. vor  Modernisierung des jetzigen Altonaer Fern- und Regionalbahnhofs durch Neuordnung der Gleisanlagen und vor allem durch Rationalisierungen in den gesamten Gleisanlagen einschließlich der S-Bahn  Abrisses der sog. "Quietschkurve"  Schaffung zusätzlicher Bahnsteigzugänge direkt vom Lessing –Tunnel zu den Fernbahngleisen  Erneuerung der Bahnsteige Modernisierung des gesamten Bahnhofkomplexes  Sofortige Freimachung der nicht benötigten Bahnflächen für den Wohnungsbau neue Mitte Altona II. 
 
 Unsere Vorschläge sind kostengünstiger, integrieren weiterhin 35 Buslinien, alle S-Bahnlinien und alle Regional-und  Fernbahnen einschließlich der Autoreisezüge und Nachtzüge  Erhalt  des einzigen Hamburger Barriere- Fernbahnhofs sowie Verbesserungen im Übergang vom Busbahnhofs zum Fernbahnhofs Stadtplanung  mit einem modernen Bahnhof Altona.  Die Bürgerinitiative Prellbock steht für einen runden Tisch, an dem Deutsche Bahn, Hamburger Senat, Bezirksamt Altona, Öffentlichkeit und Prellbock  sich mit dem Thema Bahnhof Altona befassen.
 
Am Dienstag, den 30.01.2018 werden wir in einer öffentlichen Veranstaltung unsere Themen und Vorschläge zur Stadtplanung-und Entwicklung mit und um den jetzigen Bahnhofs veröffentlichen und diskutieren. Weitere Informationen gerne auf Anfrage info@prellbock-altona.de oder über den Sprecher der Bürgerinitiative Prellbock Herr Michael Jung

Email:  mbj1950@gmx.de 

Mobil: 0170 4708026
 
 

Brauchen Sie bald länger zum Zug?

B-Plan Altona-Nord - Empfangsgebäude Bahnhof Diebsteich

Ein Monsterturm für den Bahnhof Diebsteich
160907-Praesentation-BSW-Diebsteich.pdf
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Wo geht's bitte zur Wolffstraße??

Deutsche Bahn (DB) und die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) feierten einhellig die geplante Verlegung des Bahnhofes Altona an den Standort Diebsteich als Erfolg. Ein recht fragwürdiger Erfolg. Kostet doch dieses Erfolgsmodell eine noch nicht zu beziffernde Summe dem Steuerzahler. Der Senat erwarb ein Areal für 38 Mio. €, das noch von der Stadt Altona der Bahn kostenfrei zu Verfügung gestellt wurde. Die Kosten für den Abriss sowie die Dekontaminierung trägt die FHH. Dieses Areal wird für die „Neue Mitte Altona“ benötigt.

Unterdessen begann die Bahn mit der Planung des neuen Bahnhofes. Für die öffentliche Auslegung der technischen Planungsunterlagen im April 2016 – die kaum einer versteht – waren nur für vier Wochen vorgesehen.

 

  • Der neue Standort hat keinen brauchbaren Straßen- und nur einen eingeschränkten S-Bahn-Anschluss.
  • Die Reisenden müssen erst ab Altona mit der S-Bahn fahren, um dann in den ICE in Diebsteich umsteigen zu können.
  • Für Pendler aus dem nördlichen Umland (Husum, Heide, Glückstadt, Itzehoe, Elmshorn) verlängert sich durch das erforderliche Umsteigen in Diebsteich die Fahrzeit entsprechend.
  • Der Westen Hamburgs wird gänzlich vom Fernbahnhof abgeschnitten, da es keine S-Bahn von Blankenese nach Diebsteich gibt.
  • Die Kosten für die Bahnhofsverlegung sind derzeit mit rd. 350 € Mio. angegeben. Stuttgart 21 und auch andere Großprojekte (BER, Elbphilharmonie haben die veranschlagten Kosten desaströs überstiegen). Was ist hier zu erwarten?

 

Zurzeit gibt es keine ausreichende Erreichbarkeit mittels Auto oder Rad. Es gibt lediglich eine Busverbindung. Kosten und Ausführung für die Verbesserung der Verkehrssituation liegen bei der Stadt. Über die Kostenhöhe wird geschwiegen. Wir hier in Stellingen erfuhren nur durch Zufall von der Auslegung der Planungsunterlagen (Planfeststellungsverfahren) und auch der künftigen Baustellenzufahrt. Die Bahn gab zwar an, mit Flyern sowie Plakaten die beteiligten Personen hinreichend und ausführlich informiert zu haben – Stellingen hat man wohl bei der Verteilaktion ausgespart – hier kam keine Information an. Der neue Bahnhof Diebsteich liegt ja auch im Bezirk Altona.

Baustellenverkehre

Zurzeit gibt es keine ausreichende Erreichbarkeit mittels Auto oder Rad. Es gibt lediglich eine Busverbindung. Kosten und Ausführung für die Verbesserung der Verkehrssituation liegen bei der Stadt. Über die Kostenhöhe wird geschwiegen. Wir hier in Stellingen erfuhren nur durch Zufall von der Auslegung der Planungsunterlagen (Planfeststellungsverfahren) und auch der künftigen Baustellenzufahrt. Die Bahn gab zwar an, mit Flyern sowie Plakaten die beteiligten Personen hinreichend und ausführlich informiert zu haben – Stellingen hat man wohl bei der Verteilaktion ausgespart – hier kam keine Information an. Der neue Bahnhof Diebsteich liegt ja auch im Bezirk Altona.

 

In Gesprächen mit der Bahn wurde dann auch sehr schnell klar, dass eventuelle Alternativen (Zufahrt über die Große Bahnstraße) aus technischer und baulogistischer Anforderungen abgelehnt werden (Dies hätte eine Umplanung zur Folge, deren Kosten die DB nicht tragen will).

 

In der Wolffstraße – eine kleine Wohnstraße in einer 30-KM-Zone – werden voraussichtlich Parkbuchten entstehen, damit entfällt der Radweg und sicher auch ein paar Parkplätze, zum Försterweg machte die Bahn keine Angaben (Aber auch hier werden Radwege entfallen). Die Straße im Kleingartenverein Besthöhe wird als Baustraße auf 8 m verbreitert, betroffen davon sind 29 Gärten. Der Kleingartenverein Sandkule ist der älteste Kleingartenverein in Stellingen; er existiert seit 1919. Auch der Kleingartenverein Besthöhe hat durch seine besondere Lage auf dem ehemaligen Grundbesitz des jüdischen Friedhofs eine besondere historische Bedeutung. Die Existenz beider Vereine gerät durch die Pläne in Gefahr, insbesondere als Naherholungsgebiet für viele Bewohner der „Linse“.

Die Baustellenzufahrt ist für die kritische Verkehrssituation im Bereich des S-Bahn-Tunnels am Försterweg sehr problematisch. Schon heute wird der Försterweg von vielen Autofahrern als Schleichweg genutzt, wenn es zum Stau auf der Kieler Straße kommt.

 

Die Bahn spricht während der Bauzeit von August 2018 – August 2020 von bauzeitlichen LKW-Verkehren von ca. 15 Fahrzeugen pro Tag (hauptsächlich Betonmischer und LKW (28 t). Man kann sich sehr gut ausrechnen, dass in Spitzenzeiten mindestens 25 – 30 Fahrzeuge pro Tag zur/von der Baustelle fahren müssen. Es gibt kein Baugrundgutachten für den Bereich der Zuwegung. Da die geologische Struktur unter der Wolffstr. und dem Försterweg unklar ist (Salzstock, Torflinsen, Grundwasserverlauf etc.) und die Straße durch den Kleingartenverein Besthöhe z. T. über unverdichtete Aufschüttungen verläuft (Schutt aus dem 2. Weltkrieg) ist dies äußerst problematisch. Die Versorgungsinfrastruktur (Wasserleitungen und Anschlüsse) und Bausubstanz der Häuser im Bereich Wolffstr / Försterweg könnte durch starke Belastung Schaden nehmen.

Die Maßnahmen zum Naturschutz stehen im Widerspruch zu den tatsächlichen Bauabläufen: Bereits 2017 wird das existierende Amphibien-Biotop durch Abpumpen des Wassers im Posttrog zerstört. Danach wird der ganze Bereich für die Bauzuwegung großflächig mit Beton versiegelt. Der Platz für das neue Biotop wird erst nach Rückbau der Baustraße frei (ca. 2020).

 

Die Zuwegung wird die Verkehrsbelastung des Langenfelder Wohngebiets verschlimmern, welches bereits durch seine Lage zwischen der Kielerstraße., den Bahngleisen, der Autobahndeckel A7 und in der Einflugschneise zum Airbus-Werk einer sehr hohen Emissionsbelastung ausgesetzt ist.

 

Die betroffenen Anwohner und Kleingärtner haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen.  Langenfelder Signal.

Schauen Sie gerne auf die Homepage www.Langenfelder-Signal.de und unterstützen Sie die Initiative.                                                                                                      

 

Noch eine Anekdote zum Schluss: Die Überschrift! Der BHV hatte am 25.5. 2016 eine Unterredung mit dem Projektleiter und Chefplaner der DB. Wir hatten uns in der Wolffstraße verabredet: Anruf vom Projektleiter: Wo ist eigentlich die Wolffstraße?? Der Chefplaner schoss dann jedoch den Vogel ab: Unsere Fahrzeuge werden angehalten von der A7-Abfahrt Volksparkstraße über die Schnackenburgallee bzw. den Holstenkamp bis zum Eimsbütteler Marktplatz zu fahren und dann links (???) in die Kieler Straße. Diese Möglichkeit bestand noch bis 1965 – dann jedoch wurde der Eimsbütteler Marktplatz umgebaut. - Kein LKW-Fahrer wird diesen Weg nehmen, sondern die Abkürzung über Große Bahnstraße, Frühlingsstraße, Försterweg. Die LKW‘s der Müllabfuhr fahren mit 28 t. „Das dürfen die nicht“!!!!!!. Wer wird das kontrollieren?                   iz