B-Plan Altona-Nord - Empfangsgebäude Bahnhof Diebsteich

Ein Monsterturm für den Bahnhof Diebsteich
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Wo geht's bitte zur Wolffstraße??

Deutsche Bahn (DB) und die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) feierten einhellig die geplante Verlegung des Bahnhofes Altona an den Standort Diebsteich als Erfolg. Ein recht fragwürdiger Erfolg. Kostet doch dieses Erfolgsmodell eine noch nicht zu beziffernde Summe dem Steuerzahler. Der Senat erwarb ein Areal für 38 Mio. €, das noch von der Stadt Altona der Bahn kostenfrei zu Verfügung gestellt wurde. Die Kosten für den Abriss sowie die Dekontaminierung trägt die FHH. Dieses Areal wird für die „Neue Mitte Altona“ benötigt.

Unterdessen begann die Bahn mit der Planung des neuen Bahnhofes. Für die öffentliche Auslegung der technischen Planungsunterlagen im April 2016 – die kaum einer versteht – waren nur für vier Wochen vorgesehen.

 

  • Der neue Standort hat keinen brauchbaren Straßen- und nur einen eingeschränkten S-Bahn-Anschluss.
  • Die Reisenden müssen erst ab Altona mit der S-Bahn fahren, um dann in den ICE in Diebsteich umsteigen zu können.
  • Für Pendler aus dem nördlichen Umland (Husum, Heide, Glückstadt, Itzehoe, Elmshorn) verlängert sich durch das erforderliche Umsteigen in Diebsteich die Fahrzeit entsprechend.
  • Der Westen Hamburgs wird gänzlich vom Fernbahnhof abgeschnitten, da es keine S-Bahn von Blankenese nach Diebsteich gibt.
  • Die Kosten für die Bahnhofsverlegung sind derzeit mit rd. 350 € Mio. angegeben. Stuttgart 21 und auch andere Großprojekte (BER, Elbphilharmonie haben die veranschlagten Kosten desaströs überstiegen). Was ist hier zu erwarten?

 

Zurzeit gibt es keine ausreichende Erreichbarkeit mittels Auto oder Rad. Es gibt lediglich eine Busverbindung. Kosten und Ausführung für die Verbesserung der Verkehrssituation liegen bei der Stadt. Über die Kostenhöhe wird geschwiegen. Wir hier in Stellingen erfuhren nur durch Zufall von der Auslegung der Planungsunterlagen (Planfeststellungsverfahren) und auch der künftigen Baustellenzufahrt. Die Bahn gab zwar an, mit Flyern sowie Plakaten die beteiligten Personen hinreichend und ausführlich informiert zu haben – Stellingen hat man wohl bei der Verteilaktion ausgespart – hier kam keine Information an. Der neue Bahnhof Diebsteich liegt ja auch im Bezirk Altona.

Baustellenverkehre

Zurzeit gibt es keine ausreichende Erreichbarkeit mittels Auto oder Rad. Es gibt lediglich eine Busverbindung. Kosten und Ausführung für die Verbesserung der Verkehrssituation liegen bei der Stadt. Über die Kostenhöhe wird geschwiegen. Wir hier in Stellingen erfuhren nur durch Zufall von der Auslegung der Planungsunterlagen (Planfeststellungsverfahren) und auch der künftigen Baustellenzufahrt. Die Bahn gab zwar an, mit Flyern sowie Plakaten die beteiligten Personen hinreichend und ausführlich informiert zu haben – Stellingen hat man wohl bei der Verteilaktion ausgespart – hier kam keine Information an. Der neue Bahnhof Diebsteich liegt ja auch im Bezirk Altona.

 

In Gesprächen mit der Bahn wurde dann auch sehr schnell klar, dass eventuelle Alternativen (Zufahrt über die Große Bahnstraße) aus technischer und baulogistischer Anforderungen abgelehnt werden (Dies hätte eine Umplanung zur Folge, deren Kosten die DB nicht tragen will).

 

In der Wolffstraße – eine kleine Wohnstraße in einer 30-KM-Zone – werden voraussichtlich Parkbuchten entstehen, damit entfällt der Radweg und sicher auch ein paar Parkplätze, zum Försterweg machte die Bahn keine Angaben (Aber auch hier werden Radwege entfallen). Die Straße im Kleingartenverein Besthöhe wird als Baustraße auf 8 m verbreitert, betroffen davon sind 29 Gärten. Der Kleingartenverein Sandkule ist der älteste Kleingartenverein in Stellingen; er existiert seit 1919. Auch der Kleingartenverein Besthöhe hat durch seine besondere Lage auf dem ehemaligen Grundbesitz des jüdischen Friedhofs eine besondere historische Bedeutung. Die Existenz beider Vereine gerät durch die Pläne in Gefahr, insbesondere als Naherholungsgebiet für viele Bewohner der „Linse“.

Die Baustellenzufahrt ist für die kritische Verkehrssituation im Bereich des S-Bahn-Tunnels am Försterweg sehr problematisch. Schon heute wird der Försterweg von vielen Autofahrern als Schleichweg genutzt, wenn es zum Stau auf der Kieler Straße kommt.

 

Die Bahn spricht während der Bauzeit von August 2018 – August 2020 von bauzeitlichen LKW-Verkehren von ca. 15 Fahrzeugen pro Tag (hauptsächlich Betonmischer und LKW (28 t). Man kann sich sehr gut ausrechnen, dass in Spitzenzeiten mindestens 25 – 30 Fahrzeuge pro Tag zur/von der Baustelle fahren müssen. Es gibt kein Baugrundgutachten für den Bereich der Zuwegung. Da die geologische Struktur unter der Wolffstr. und dem Försterweg unklar ist (Salzstock, Torflinsen, Grundwasserverlauf etc.) und die Straße durch den Kleingartenverein Besthöhe z. T. über unverdichtete Aufschüttungen verläuft (Schutt aus dem 2. Weltkrieg) ist dies äußerst problematisch. Die Versorgungsinfrastruktur (Wasserleitungen und Anschlüsse) und Bausubstanz der Häuser im Bereich Wolffstr / Försterweg könnte durch starke Belastung Schaden nehmen.

Die Maßnahmen zum Naturschutz stehen im Widerspruch zu den tatsächlichen Bauabläufen: Bereits 2017 wird das existierende Amphibien-Biotop durch Abpumpen des Wassers im Posttrog zerstört. Danach wird der ganze Bereich für die Bauzuwegung großflächig mit Beton versiegelt. Der Platz für das neue Biotop wird erst nach Rückbau der Baustraße frei (ca. 2020).

 

Die Zuwegung wird die Verkehrsbelastung des Langenfelder Wohngebiets verschlimmern, welches bereits durch seine Lage zwischen der Kielerstraße., den Bahngleisen, der Autobahndeckel A7 und in der Einflugschneise zum Airbus-Werk einer sehr hohen Emissionsbelastung ausgesetzt ist.

 

Die betroffenen Anwohner und Kleingärtner haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen.  Langenfelder Signal.

Schauen Sie gerne auf die Homepage www.Langenfelder-Signal.de und unterstützen Sie die Initiative.                                                                                                      

 

Noch eine Anekdote zum Schluss: Die Überschrift! Der BHV hatte am 25.5. 2016 eine Unterredung mit dem Projektleiter und Chefplaner der DB. Wir hatten uns in der Wolffstraße verabredet: Anruf vom Projektleiter: Wo ist eigentlich die Wolffstraße?? Der Chefplaner schoss dann jedoch den Vogel ab: Unsere Fahrzeuge werden angehalten von der A7-Abfahrt Volksparkstraße über die Schnackenburgallee bzw. den Holstenkamp bis zum Eimsbütteler Marktplatz zu fahren und dann links (???) in die Kieler Straße. Diese Möglichkeit bestand noch bis 1965 – dann jedoch wurde der Eimsbütteler Marktplatz umgebaut. - Kein LKW-Fahrer wird diesen Weg nehmen, sondern die Abkürzung über Große Bahnstraße, Frühlingsstraße, Försterweg. Die LKW‘s der Müllabfuhr fahren mit 28 t. „Das dürfen die nicht“!!!!!!. Wer wird das kontrollieren?                   iz