"Stellinger Markt: Ein neues Quartier in Eimsbüttel

Artikel im Eimsbütteler-Nachrichten, 13.06.2019

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„Stellinger Mitte“ mit Stadtteilhaus

Seit drei Jahren sind Bürger und Vereine an der Planung für die neue “Stellinger Mitte” beteiligt. In über zehn Veranstaltungen flossen ihre Ideen in das städtebauliche Konzept. Inzwischen ist Vielen der Entwurf für einen Bebauungsplan mit dem Titel “Stellingen 62” bekannt. Auch in unserem BLATT wurde schon öfter darüber berichtet. So langsam rückt das Jahr 2017 näher und erste Maßnahmen befinden sich schon in der Realisierung.

Noch einmal zur Erinnerung:

Das neue Viertel entsteht auf der Fläche der Sportplätze innerhalb des Sportplatzrings und nördlich davon. Dafür sollen die Stadtteilschule Stellingen (Oberstufe) mit dem Haus für Jugend, Kultur und der jetzige Spielplatz am Stellinger Steindamm weichen. Die Sportplätze von TSV Stellingen, SV West Eimsbüttel und FC Falke werden nicht mehr saniert, sondern an die Vogt-Kölln-Straße verlegt (Bebauungsplan „Stellingen 61“). Die Arbeiten an den neuen Plätzen sind voll im Gang und sollen Ende 2016 abgeschlossen sein.

Das frei werdende Areal ist hauptsächlich für den Bau von ca. 600 Wohnungen vorgesehen, davon etwa 50 Prozent öffentlich gefördert. Dazu kommt am verkehrsreichsten Teil des Sportplatzrings, der zur Kieler Straße führt, ein Gebäuderiegel mit Supermarkt und kleinerem Einzelhandel, Dienstleistungen sowie sozialen und gemeinschaftlichen Einrichtungen. Auch die Fläche für einen Markt ist vorgesehen.

Die Wohnflächen sollen zwischen dem „Schulgelände“ und dem „Sportzplatzgelände“ durch einen breiten grünen Gürtel aufgelockert werden, der sich von Westen nach Osten zieht. Hier wird nach Möglichkeit auch ein Bolzplatz entstehen. Im nördlichen Wohngebiet, wo sich die meisten öffentlich geförderten Wohnungen befinden werden, wird eine Kita gebaut.

Haus für den Stadtteil

Wunsch der Bürger ist ein „Stadtteilhaus“ gegenüber dem Vereinshaus des TSV Stellingen. Den aktuellen Stand zum Konzept für dieses vierstöckige Gebäude, das vor zwei Jahren von Frau Barbara Strauß vom Fachamt für Sozialraummanagement vorgestellt wurde, erläuterte am 27.06.2016 im Stellinger Regionalausschuss im Stellinger Rathaus der Leiter des Fachamtes Michael König:

Insgesamt werden 3.000 qm Bruttogeschossfläche erbaut. Das Bezirksamt führt eine Konzeptaus-schreibung durch, um das Gebäude im Rahmen der Riegelbebauung von einem Investor erstellen zu lassen. Das Stadtteilhaus wird später vom Investor durch das Bezirksamt gemietet. Kostendeckende Mieten bei Neubauten sind von den zukünftigen Mietern nicht zu finanzieren, deshalb wird eine soziale Miete vertraglich festgeschrieben. Der Vertrag wird eine Mietpreisbindung für 4-5 Jahre enthalten und die Miete darf später nur im Rahmen üblicher Kostensteigerungen erhöht werden. Die soziale Nutzung wird für 20 Jahre festgeschrieben und kann zwei Mal um fünf Jahre verlängert werden.

Das Haus der Jugend wird in das neue Stadtteilhaus verlegt. Die Seniorenarbeit im Stadtteil wird im Haus zusammengefasst. Die Produktionsschule Eimsbüttel vom Verein Alraune bekommt auf diese Bedürfnisse zugeschnittene Räume. Angeschlossen wird die Fahrradwerkstatt. Die „Brücke“ wird eine Beratungsstelle dort betreiben.

Der große Veranstaltungssaal und die Räume für Gruppen aus dem Stadtteil werden durch das neu zu schaffende Quartiersmanagement bewirtschaftet. Es soll einen neuen Quartiersmanager geben, dessen Arbeit durch den Investor finanziert wird.

 

Der Vorstand hat Anfang 2017 Interesse an der Anmietung eines ca. 25qm großen Raumes für ein "Vereinsbüro/-archiv" angemeldet.

                                                                                                                         C. Mertens/hr