Rengeweihhacke

 

Bodenfunde beweisen es: Stellingen ein uraltes Siedlungsgebiet

Stellingen, das vor den Toren Hamburgs jahrhundertelang ein bescheidenes Dasein als kleines Dorf führte, bietet keine bemerkenswerten Ereignisse aus der  jüngeren Geschichte. Das Stellinger Moor deutet außerdem daraufhin, dass die  Besiedlung in dieser Gegend nicht besonders attraktiv gewesen sein kann. Wenn trotzdem der Name Stellingen in aller Welt heute einen guten Klang hat, so liegt das in erster Linie an dem Tierpark Hagenbeck. Bodenfunde aus der Stein- und Eisenzeit sind Beweise für frühe Besiedlungen des Stellinger Raumes.  In der Sammlung des Helms Museums befindet sich heute eine Anzahl von Flintbeilen und Fragmenten von Beilen, die der Lehrer Plagemann von Schulkindern erhalten hat. Die Fundstellen sind nicht näher bezeichnet. 

 



Im Jahre 1937  überbrachte der Maurermeister E. Planten einen 16,8 cm langen Flintdolch, der bei Ausschachtungsarbeiten für den Neubau des Hauses am Brehmweg in etwa 50 cm Tiefe gefunden worden war. In der Siedlung neben der ehemaligen Sandgrube am Försterweg wurde 1939 ein dunkelbraunes Töpfchen mit eingeschwungenem Rand entdeckt. Es enthielt Leichenbrand und Holzkohle. In Kallmorgens Ziegelgrube fand man eine  Rengeweihhacke der Steinzeit, diese ging während des Krieges verloren.

 



In der Laubenkolonie am Försterweg auf der Parzelle des Siedlers Wilhelm Voss wurde beim Pflanzen der Bäume in 40 cm Tiefe ein völlig zertrümmertes Tongefäß gefunden. Diese Urne enthielt wenig groben Leichenbrand und einen kleinen, mit Sand gefüllten Becher. Beide Gefäße stammen aus einem ursprünglich wohl weiter ausgedehnten Urnenfriedhof der älteren Eisenzeit. Von diesem, mit der  Bezeichnung „Sandgrube am Forsthaus“ benannten Fundplatz sind schon um 1895/96 mehrere Gefäße geborgen und später ins Altonaer Museum geliefert worden.

 

 

 

 

 

Urnengrab