Vereinsleben in Stellingen

 

 Das Vereinsleben in Stellingen/Langenfelde war um die  Jahrhundertwende sehr ausgeprägt. Immerhin hatten wir fünf große Chöre,

 

  • die Liedertafel Vorwärts
  • die Liedertafel Germania
  • den Chor Hermannia, genannt nach dem Vereinswirt
    Hermann Timmermann unter Fritz Hanndorf sang.
  • Ein gemischter Chor und dann noch ein Damenchor.

 

Die beiden Chöre Germania und Loreley gingen über in den großen Kirchenchor. 1919 wurde dann noch der gemischte Chor „Frohsinn“ unter dem Vorsitzenden Lessing gegründet.

 

1909 wurde die Liedertafel der Feuerwehr genannt „Eintracht“, gegründet, mit Konrektor Eduard Schlobohm als Tonmeister.

 

Die Arbeiterschaft hatte 1903 den Chorverein „Freiheit“ gegründet.

 

Wir hatten aber nicht nur die Chöre sondern immerhin seit 1888 auch den Stellinger Turn- und Sportverein und den Arbeiter-Turn- und Sportverein „Fichte“.Nicht zu vergessen sei der Radsportverein „R. V. Falke Stellingen-Hamburg von 1924“ unter dem Vorsitz von Gustav Koeping sen. Sicher erinnern sich auch noch viele an die deutsche Radballmeisterschaft von 1925. Pastor Johann Kähler - genannt "Onkel
Jonny" gestaltete in Ermangelung einer Sporthalle die Tanzfläche des
„Forsthauses“ zum Spielfeld um. Und wie sollte es auch anders sein, zwei
Stellinger gewannen die Meisterschaft. Heinrich Holst und Gustav Koeping "Guschi" vom „R.V. Falke Stellingen-Hamburg von 1924“ holten 1925 den Titel.

 



Bürger- und Heimatverein von 1882 Stellingen e.V.

 



Der Bürger- und Heimatverein wurde am 30. November 1882 e.V. von den Herren Petersen und Schumacher gegründet. Die Begründung lautet: „zur Förderung "der  Kommunalangelegenheiten".

Zweck des Vereins war es hauptsächlich, das kommunale Interesse der Ortschaft zu wahren, „Mißstände“ zu beseitigen und „Besseres“ zu fördern. Dieses sollte erstens erreicht werden durch einmal monatliche ordentliche Versammlungen, zweitens durch anregende und belehrende Vorträge, drittens durch gesellige Zusammenkünfte und viertens durch Verbindung mit anderen Vereinen. 1888 schickte sich der Verein an, einige Straßen hier in unserem Dorf umzubenennen.

 

Die Eselstwiete in Brüderstraße, heute Warnstedtstraße.

 

Tiefen Staaken in Grenzstraße, heute Eidelstedter Weg,

 

Landstraße in Eimsbüttlerstraße, heute Langenfelder Damm.

1898 strebte der Verein an, eine Straßenbeleuchtung in Stellingen zu installieren.
1892 dagegen lehnte die Gemeindevertretung ein Gesuch des Bürgervereins ab, die Abfuhr des Hausunrates zu übernehmen. Das sei "Privatsache".

 

Heute widmet sich der Verein einerseits immer noch kommunalen Aufgaben, andererseits kommt die Geselligkeit durch Zusammenkünfte, Altennachmittage oder aber durch viele Reiseunternehmungen nicht zu kurz.

 

Vorsitzende des Vereins waren unter anderem Hermann Körner, Dietrich Soltau, Wolfgang Junge, Thomas Hansen, Werner Ramcke, Torwart Möller und Luis Hase, Ursula Bochert. Heute ist es Hans Hertel. Aus dem Bürger- und Heimatverein war 1904 der Kommunalverein herausgetrennt worden, das hatte einerseits sachliche und andererseits persönliche Gründe. Der Kommunalverein war gegen die Einbürgerung nach Altona, und der Bürgerverein dafür.

 

Halbkommunal, halb wirtschaftlich ist der Grundeigentümerverein am 06. Jan. 1890 gegründet worden, mit der Begründung wegen "des in unserem Ort unbedingt bevorstehenden größeren Aufschwungs und der Wichtigkeit der Interessen des Eigentums". Seine Gründer sind laut erster und zweiter Versammlung Ramcke, Bliemeister, Timmermann, Adolf Lopez, Adolf Behn, Rudolf Thiessen, J. Booske, Theodor Schriewer, Heinrich Petersen, Fritz Käselau, Böhland und W. Martens und H. Sellhorn gewesen.

Der erste Beschluss 1890 war das Ersuchen, den Moorweg, heute Volksparkstraße, vor den Gärtnereien mit einem Fußsteig zu versehen. Zweiter Wunsch, alle Haupt- und Nebenstraßen mit einem Namen zu
versehen. Beides wurde erfüllt.

 

 

Wettspiel zwischen Stellinger Gastwirten  und der Freiwilligen
Feuerwehr
zwischen 1930/1933

 Stehend  von links nach rechts: 

Heinrich Hennings, Alfred Lange, Hinrich Jork, Max Göttsche, Gustav Jost, Ernst Fuhlendorf, Rudolf Timm, Hinrich Rüpcke, Paul Posanski, Christen, (die Person neben Herrn Christen ist namentlich nicht bekannt, nur soviel, daß besagte Person ein Lokal in der Hagenbeckallee hatte), Robert Hahn (Schiedsrichter) Alfred Carstens. 

Knieend  davor: Hannes Wieck

 

Siegerehrung der Radballmannschaft im Forsthaus 1925

Der Herr mit Schnauzer: Pastor Johann Kähler, genannt „Onkel Jonny“

Herr mit Brille: Gustav Köping, genannt „Guschi