Zeittafel

Steinzeit ca. 2000 v. Chr     

Steinzeitliche Funde, eine  Rengeweihhacke wird 1937 in Langenfelde gefunden, belegen auf eine frühe Besiedelung Stellingens hin.

 

Ältere Eisenzeit ca. 700 v. Chr.

Mehrere Scherben von Urnengefäßen,  teilweise noch mit Leichenbrand, die am Försterweg und am Bahndamm 1931 gefunden werden, deuten auf einen Urnenfriedhof  aus der älteren Eisenzeit hin.

 

800 - 900

Nach dem Sieg Karl des Großen (804)  über die Altsachsen, Einführung des Christentums und der fränkischen  Grafenherrschaft. Die Grafschaft Pinneberg entsteht, Stellingen und  Eidelstedt gehören zur Grafschaft. Gau Stormann bzw. die Pinneberger  Grafschaft werden dem Hamburger Domkapitel   St. Petri politisch und kirchlich unterstellt.

 

900

Ende des Karolinger Reiches

 

1111-1460

Beginn der Herrschaft der  Schauenburger Grafen. Dieses Grafengeschlecht ist unlösbar mit der Geschichte  der Grafschaft Pinneberg, Altonas und Hamburgs verknüpft.

 

1111

Der Edle Adolf von Schauenburg wird  mit der Grafschaft Pinneberg betraut.

 

 

1150

Das Großkirchspiel Rellingen wird  gegründet mit den Dörfern: Nienstedten, Wedel, Uetersen, Elmshorn, Quickborn,  Niendorf, Eidelstedt und Stellingen. (Kirchspiele waren Verwaltungsbezirke  und Pfarrbezirke, für die die Bauern Abgaben zu leisten hatten).

 

1297

Durch Erbteilung entsteht die  Itzehoer Linie der Schauenburger und das Großkirchspiel Rellingen wird in  vier Kirchspiele geteilt: Wedel, Nienstedten, Eppendorf und Bergstedt. Eidelstedt und Stellingen werden dem  Kirchspiel Eppendorf zugeteilt.

 

1347

Erste urkundliche Erwähnung  Stellingens in den Eppendorfer Kirchenbüchern

Das Dorf Stellingen besteht aus 7  Höfen.

 

1351

Das Pinneberger Schloß wird gebaut,  das Kirchspiel Eppendorf unterliegt vewaltungsrechtlich dem Burgbezirk  Pinneberg.

 

1460

Verzicht der Pinneberger  Grafschaft auf holsteinische Erbansprüche - Holstein und Schleswig wählen den König von Dänemark zum  gemeinsamen Oberhaupt. Die Grafschaft Pinneberg genießt eine Sonderstellung -  politisch behält sie ihre Selbständigkeit.

 

1546

Erster lutherischer Prediger in  Eppendorf - Stellingen wird evangelisch.

 

1561

Die Reformation ist in der Grafschaft  Pinneberg endgültig eingeführt.

Alle Geistlichen der Grafschaft  Pinneberg werden am 23. Januar 1561 nach Pinneberg zitiert und auf die  Mecklenburgische Kirchenordnung, die von Melanchthon durchgesehen war,  verpflichtet.

 

1618 - 1648

Beginn des 30-jährigen Krieges

 

1621

Dänische Truppen König Christians IV. von Dänemark besetzen die Grafschaft

Pinneberg.

 

1627

Tilly's Truppen zerstören das Schloß  Pinneberg. (Graf Johann Tsercleas von Tilly
kämpfte auf der Seite des Kaiser und der kath. Liga).

 

1629

Wallenstein schlägt sein Lager bei  der Eidelstedter Mühle auf. (Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein Herzog von Friedland, konvertierte 1606 zum Katholizismus und vertrieb 1627 die Dänen aus Norddeutschland).

 

1640

Graf Otto VI. stirbt, der letzte der Schauenburger  Grafen - König Christian IV. von Dänemark einigt sich mit seinem Vetter,  Herzog Friedrich III. von Gottorf über das holsteinische Erbe. Die  Selbständigkeit Pinnebergs im dänischen Reichsverband bleibt erhalten - und  nennt sich künftig „Herrschaft Pinneberg".

 

1643

Die Schweden unter  Generalfeldmarschall Linnhardt Torstenson fallen in die Herrschaft Pinneberg  ein.

 

1648

Nach 4-jähriger Verhandlung endet am  24. Oktober der 30-jährige Krieg im Westfälischen Frieden.

 

1657- 1660

Der dänisch-schwedische Krieg  beginnt, auch der „Polackenkrieg"  genannt. Polnische Truppen unter Czarnezki kommen den Dänen zur Hilfe.
Einquartierungen in Eidelstedt, Ottensen, Othmarschen Bahrenfeld und Stellingen.

 

1700

Der nordische Krieg - Schweden,  Dänemark und Russland bekämpfen sich in der Herrschaft Pinneberg. Zar Peter  der Große nimmt mit seinen Moscovitern Quartier in der Eidelstedter Mühle.

 

1738

Im Visitationsbericht des Landdrosten  von Perkenthin und Probst Bolten steht: „Die Schule in Stelling hat ein  eigenes neues Haus. Jedoch wohnt der Schweinehirt mit darin". Ein regelmäßiger Schulunterricht wird  erst ab 1772 durchgeführt.

 

1768

Gottorfer Vergleich - Anerkennung der Reichstandschaft Hamburgs durch die Dänen.

 

1769

Bau der Niendorfer Kirche und  Einrichtung des Kirchspiels Niendorf. Die Dörfer Eidelstedt und Stellingen werden diesem neuen Kirchspiel unterstellt.

 

1777

Der dänische König Christian VII.  errichtet zur „besseren Beobachtung des Zollwesens" am Stellinger Holz in  Langenfelde eine Zollstation (Kieler Straße 299 - heute Möbelhaus Cramer)

 

1785-1789

Verkoppelung Neuordnung der Besitz- und Wirtschaftsverhältnisse.
Die alte Flurverfassung wurde aufgehoben, die Ackerstreifen nach Bonität und
Quantität zusammengelegt.

 

1806

Am 9.12.1806 Verfügung des dänischen  Königs Friedrich IV, daß das Herzogtum Holstein, die Herrschaft Pinneberg und  die Stadt Altona unter gemeinsamer Benennung als „Herzogtum Holstein" dem  dänischen Gesamtstaat unterliegen. Stellingen wird dänisch.

 

1813

Befreiungskrieg - Hamburg ist von den Franzosen besetzt. Die Russen unter

Tettenborn quartieren sich in  Stellingen ein und belagern die Stadt Hamburg.

 

1813

Am 11. Dezember 1813 errichten die  Franzosen am Diebsteich einige Barrikaden. Es kommt zu Kämpfen zwischen  Franzosen und Russen. - Die Pinneberger Chaussee (Kieler Straße) wird  neutrale dänische Demarkationslinie. Am 19. Dezember kommt es wiederum zu  Kämpfen zwischen Franzosen und Russen in Langenfelde.

 

1814-1815

Am 28.Mai 1814 Abzug der Franzosen aus Hamburg, Russische Truppen verlassen
Stellingen.

 

1830–1832

Der dänische König Friedrich VI. läßt  nach napoleonischem Vorbild den alten Heerweg,  die heutige Kieler Straße ausbauen. Die Landstraße Altona - Kiel wird gepflaster und auf 21 Fuß (9 m) verbreitert.

 

1844

Die „Altona-Kieler-Eisenbahn fährt  zum ersten Mal durch das aufgeschüttete Stellinger Moor.

 

1848

König Friedrich VII. gibt eine  Gesamtstaatsverfassung für Schleswig und Holstein heraus. In Kiel wird am 24.3.1848 die „provisorische Regierung" proklamiert und ein preußisches Korps kommt Schleswigern und Holsteinern zu Hilfe.  Die Schleswiger und Holsteiner wollen auf jeden Fall ihre Selbständigkeit behalten und kein Staat des Königreich  Preußens werden.

 

1850

Preußen unterzeichnet im Namen des  Deutschen Bundes einen Friedensvertrag mit Dänemark.

 

1852

Im „Londoner Protokoll" wird lt. dänischem  Thronfolge-Gesetz Prinz Christian zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg  als rechtmäßiger Thronfolger anerkannt- Damit wird Schleswig-Holstein zum  „erobertem Land" Dänemarks angesehen- Ab sofort gilt nur der dänische  Reichstaler als offizielles Zahlungsmittel, die Hamburger und Lübecker Münzen sind verboten.

 

1863

Einzug deutscher Bundestruppen in Schleswig Holstein

 

1864

Am 14. April 1864 - Sturm auf die  Düppeler Schanzen - der dänische König verliert seine Rechte an Schleswig und Holstein an Preußen und Österreich.

 

1866

Schleswig-Holstein steht unter  österreichischer Verwaltung. Preußische -Truppen ziehen in  Schleswig-Holstein ein, die Österreicher ziehen sich jedoch ohne Widerstand bis Hannover zurück.  Schleswig-Holstein wird ein Bundesland im Königreich Preußen.

 

1878

Hermann Claudius wird in Langenfelde  geboren.

 

1882

Joachim Wördemann wird erster Bürgermeister (Ortsvorsteher).

 

1884

Die Altona-Kaltenkirchener Bahn (AKB)  fährt erstmals über die Kieler Chaussee.

 

1885

Gründung der freiwilligen Feuerwehr  Stellingen.

 

1893

Der Stellinger Friedhof wird eingeweiht.

 

1892

Stellingen wird selbständige Kirchengemeinde.

 

1893

Die Einwohnerzahl ist auf 5749 gestiegen

 

1902

Einweihung des Stellinger "Krüppelheims" - heute Krankenhaus-Alten Eichen

 

1906

Stellingen erhält endgültig Anschluß an Wasserversorgung  und Kanalisation.

 

1907

Hagenbecks Tierpark wird eröffnet.

 

1908

Die Stellinger Kirche wird eingeweiht. Am 12. Januar 1908 wird Julius Matthias Petersen durch den Probst der Propstei Segeberg eingeführt.

 

1910

Stellingen kauft das 1903 errichtete Elektrizitätswerk.

 

1911 -1912

Der Stellinger Wasserturm wird errichtet.

 

1912-1913

Das Rathaus wird gebaut.

 

1920

Ausgabe des Notgeldes von Stellingen-Langenfelde mit  Motiven von Hagenbeck's Tierpark.

 

1927

Zwangseingemeindung nach Altona.

 

1937

Stellingen wird mit dem Groß-Hamburg-Gesetz ein Stadtteil  von Hamburg.

 

1943

Im Juli, nach den  Bombenangriffen, wird das Kirchenschiff der Stellinger Kirche zerstört.

 

1962

Ausbau der Umgehungsautobahn A 23 Hamburg - Heide.

 

1970

Ausbau der Kreuzung Kieler Straße Sportplatzring. Die  Häuser von Timm und das alte Gasthaus müssen dem Ausbau weichen.

 

1972/2012

Autobahn Hamburg - Flensburg A 7 wird gebaut. - Auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens im Abschnitt Stellingen (ca. 155.000 Fahrzeuge täglich) soll sie ab 2012 achtspurig (an der Ausfahrt Stellingen zehnspurig) ausgebaut werden. Als Lärmschutz ist dafür die Errichtung eines Tunnelbauwerks ("Stellinger Deckel") über der Fahrbahn gesetzlich vorgeschrieben.